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Seit Beginn der 90er Jahre haben weltweit eine Vielzahl maritimer Verwaltungen zur Verbesserung der Positionsgenauigkeit des Global Positioning Systems (GPS) Referenzsysteme auf geodatisch exakt vermessenen Positionen errichtet. Diese Systeme senden differentielle GPS-Korrekturdaten (DGPS) im Mittelwellenbereich (MW) aus.
Hauptzweck des Mittelwellen-DGPS-Referenzsystems ist es, der Schifffahrt einen sehr genauen und zuverlässigen Korrekturwert-Dienst zur Verbesserung der Positionsgenauigkeit mit hoher Verfügbarkeit und Integrität zur Verfügung zu stellen und damit einen Beitrag zur Erhöhung der maritimen Verkehrssicherheit zu leisten.
Beträgt die Genauigeit der Ortsbestimmung mit GPS rund 15 Meter, ist mit DGPS schon eine Genauigkeit von rund 1,5 m möglich.
Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes hat in diesem Zusammenhang insgesamt drei Mittelwellen-DGPS-Referenzstationen an der deutschen Küste in Betrieb genommen. Die erste Station wurde 1994 in Wustrow errichtet, um die deutschen Küstengewässer der Ostsee mit DGPS-Korrekturdaten abzudecken.
Aufgrund von Deichschutzmaßnahmen wurde diese Station im Jahr 2001 nach Groß Mohrdorf (ca. 20 km nordwestlich von Stralsund) verlagert.
Eine zweite MW-DGPS-Referenzstation folgte 1995 auf Helgoland, um der Schifffahrt in den deutschen Küstengewässern der Nordsee sowie die wichtigsten Hafenzufahrten an der Nordsee DGPS-Korrekturwerte zur Verfügung zu stellen.
Rechts sehen Sie ein Bild der Helgoländer Station.
Seit 2004 wird in Zeven eine dritte Referenzstation betrieben, damit die Hafenzufahrten an der Elbe, Weser und Ems mit höherer Verfügbarkeit abgedeckt werden. Die prognostizierte Reichweite der drei Mittelwellen-DGPS-Referenzstationen beträgt jeweils ca. 285 km.
Weitere Informationen im Thema DGPS finden sie zum Beispiel auf den Internetseiten unserer WSV-Fachstelle für Verkehrstestechnik in Koblenz und unserem Wasser- und Schifffahrtsamt Stralsund: