Inhalt: Aktuelle Maßnahmen
Aus- und Neubau
Die WSD Nordwest befasst sich schwerpunktmäßig mit der mittel- und
langfristigen Planung, indem z.B. über Machbarkeitsstudien frühzeitig
wachsende Anforderungen an die Wasserstraße aufgegriffen und im Hinblick
auf ihre volkswirtschaftlichen Wirkungen technisch geplant und bewertet werden.
Machbarkeitsstudien sind eine wesentliche Grundlage für die Aufnahme von
Anpassungsvorhaben in den Bundesverkehrswegeplan.
Aktuell stehen die Vorhaben Anpassung der Unterweser und Anpassung der Außenweser kurz vor der Einleitung der Planfeststellungsverfahren.
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Bei der Unterweser-Anpassung geht es in der tideabhängigen
Fahrt um eine verbesserte Erreichbarkeit des Hafens Brake für den Getreide- und Futtermitteltransport sowie des Industriehafens in Bremen für den Erzverkehr. Nach dem Ausbau können die maximal zulässigen Tiefgänge bis Brake um 0,90 m auf 12,80 m und bis Bremen um 0,60 m auf 11,10 m vergrößert werden. |
| Hafen Brake an der Unterweser |
| Die Außenweser-Anpassung zielt auf die Vergrößerung der tideunabhängigen Schiffstiefgänge in der Containerschifffahrt ab. Beide Vorhaben sind hochwirtschaftlich. Vorbehaltlich der tatsächlichen Dauer für die Planfeststellungsverfahren (Annahme ca. 1,5 Jahre) wird die Verkehrsfreigabe für die Unterweser-Anpassung und Außenweser-Anpassung in 2008 angestrebt. | ![]() |
| Containerterminal Bremerhaven an der Außenweser |
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Für die Außenems wird z. Zt. eine Machbarkeitsuntersuchung in der WSD NW durchgeführt. Ausgangspunkt ist insbesondere der wachsende Autoumschlag im Seehafen Emden mit zunehmend tiefer abgeladenen und größeren Autotransportern. Die dortige Hafenwirtschaft und das Land Niedersachsen erwarten von einer Außenems-Anpassung verbesserte tideunabhängige Anlaufbedingungen für Emden, die als wichtiger Beitrag zur Stärkung die Wettbewerbsfähigkeit des Seehafens Emden eingestuft wird. |
| Autotransporter im Emder Hafen |
Betrieb und Unterhaltung
Die WSD Nordwest trägt mit eigenen Fachkonzepten dazu bei, die Wasser-
und Schifffahrtsämter bei der wirtschaftlichen Unterhaltung und dem Betrieb
der Wasserstraßen und ihrer Anlagen zu unterstützen.
Aktuelle bedeutsame Unterhaltungsmaßnahmen:
Seit dem Wiederaufbau der Seeschleuse Wilhelmshaven in den 60er Jahren wurden
an den 4 Drempellaufschienen mangels Trockenstellungsmöglichkeit keine
Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. Zur erstmaligen Grundinstandsetzung
der durch dynamische Belastungen geschädigten Drempellaufschienen wurde
in 2003 ein sechsteiliger Drempeltunnel konstruiert, mit dessen Hilfe in 2003-2005
die ersten 3 Drempellaufschienenpaare unter atmospharischem Druck ersetzt werden
konnten. In 2006 wird nun der letzte Drempel für die nächsten Jahrzehnte
grundinstandgesetzt. Das Haushaltsvolumen dieser Maßnahme beträgt
ca. 9 Mio.
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Luftaufnahme der Doppelkammerschleuse
(Länge/Breite: 390 m/60 m pro Kammer) |
Blick in eine Drempeltunnelhälfte
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